Das Wildcard-Team INDRONE bezwang am ersten Tag des Grand Prix Turin das bärenstarke US-Team Quad Force One und wurde am Ende Dritter. Teammanager Javier Mendoza spricht hier über die Erfahrungen, die er in dieser Zeit gesammelt hat.

Die Reise in die DCL begann für INDRONE 2018 mit der Suche nach Spaniens besten Piloten. Diese wurden in insgesamt sechs Rennen ausfindig gemacht. “Wir haben unter 150 Piloten 20 ausgewählt, und diese mussten sich dann ihren Platz für Turin in einem finalen Rennen verdienen”, erklärt Javier.

Die Team-Mitglieder kommen aus ganz Spanien: Javier lebt in Barcelona, Marc Román stammt aus Vilafranca del Penedés, Miquel Garriga Sànchez aus Premià, Marcel Lleixà Bergel lebt in Montblanch und Issac Massot Sala wohnt in Les planes d’Hostoles.

„Die Ergebnisse der Vergangenheit waren für uns nicht wichtig. Miquel und Marc verfügten über mehr Erfahrung und haben die Rennen demnach auch dominiert, aber das war für uns nicht ausschlaggebend. Deshalb haben wir einen Wettbewerb veranstaltet. Wenn wir unsere Piloten nach ihrem Lebenslauf ausgewählt hätten, wären Marcel oder Isaac gar nicht ins Team gekommen. Ich erinnere mich noch gut an sie bei unserem ersten Rennen im Juli 2018 – sie haben es nicht einmal in die K.o.-Qualifikation geschafft. Jetzt, ein Jahr später, sind sie mit 15 und 18 Jahren unsere schnellsten Piloten. Diese vier Jungs haben sich ihre Plätze also wirklich verdient“, so Javier.

Nachdem die Piloten ausgewählt waren, ging es auch schon los mit der Arbeit. Javier erinnert sich: „Wir waren ein wenig besorgt über die technischen Daten der Drohnen. Keiner unserer Piloten hatte zuvor eine DCL-Drohne geflogen, und sie hatten nur wenig Zeit, um sie zu bauen und sich daran zu gewöhnen. Aber [irgendwann] habe ich gesehen, dass die Drohne doch kein Problem ist, obwohl wir 4S geflogen sind, während der Rest der Teams 6s geflogen ist.“

Auf der persönlichen Leistung lag ein weiteres Hauptaugenmerk. „Ich hatte großes Vertrauen in meine Piloten. Ich wusste, dass sie schnell waren und über enorme Fähigkeiten verfügen. Und sie sind in einer Halle durch sehr komplizierte Strecken geflogen“, erklärt Javier. „Ich wusste aber nicht, wie sie mit dem Druck, den Kameras, der Show und den anderen Piloten umgehen würden. Wir haben viel daran gearbeitet, ruhig und selbstbewusst zu bleiben, Fehler zu vermeiden und flüssig zu fliegen.“

Im Online-Qualifying für Turin stellte das Team dann aber fest, dass es nicht ausreichend Zeit in das Training für DCL – The Game investiert hat. Durch den letzten Platz trafen sie im Viertelfinale auf den Quali-Sieger Quad Force One.

Javier gesteht ein: „Unser Selbstvertrauen war ein wenig getrübt. Sie sind eines der besten Teams der Welt! “Obwohl der kleinste Fehler das Aus bedeuten könnte, entschied sich INDRONE dazu, sich auf das Positive zu konzentrieren: die „große“Chance, gegen eines der besten Team überhaupt anzutreten.

„Im Fußball will man gegen den FC Barcelona oder Real Madrid spielen, um Leo Messi die Hand zu geben – und genau so sind wir in den Wettkampf gegangen als wir wussten, dass wir gegen Quad Force One fliegen müssen“, erzählt Javier. „Das war unser Ziel: genießen, lächeln und Spaß haben. Und der Welt zeigen, dass wir so schnell sein können wie sie, auch wenn wir nicht die besten Quads oder die größte Erfahrung haben.“

Dank dieser Einstellung war das INDRONE TEAM in der Lage, Quad Force One, das Probleme mit dem Quipment hatte, ein Bein zu stellen. „Wir wussten nicht genau, was los war. Alles, was wir wussten, war, dass wir auf dem ersten Platz lagen, als sie abstürzten. Die Sache war aber noch nicht vorbei, wir mussten weiter Druck machen und wussten, dass wir Geschichte schreiben können“, erinnert sich Miquel.

Was die Spanier nicht ahnten, war, dass Quad Force One sich so schnell nicht geschlagen gibt. Die INDRONE-Crew konnte zwar kein Ausrufezeichen setzen, zog aber ins Halbfinale ein. Obwohl sie dort vom späteren Sieger APEX Racing (DEN) bezwungen wurde, reichten ihre Punkte für einen Platz auf dem Podium. Damit hatte das Team endgültig ein Zeichen gesetzt.

Wie geht es nun weiter mit INDRONE TEAM? „Wir sind bereit, und wir wollen Teil des Spiels werden. Wir haben schon damit begonnen, das nächste Level zu erreichen – wir suchen nach Sponsoren, um der DCL beitreten zu können“, verrät Javier. „Wir wollen die DCL gewinnen und wissen, dass wir es schaffen können. Wir möchten auch ein Rennen in Barcelona veranstalten und den Menschen diesen unglaublichen Event näherbringen. Wir haben es sehr genossen und die spanischen Fans auch. Ich denke, wir können gemeinsam großartige Dinge erreichen.“

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